Offenmarktgeschäfte

Offenmarktgeschäfte sind alle Geschäfte zum Kauf und Verkauf von finanziellen Vermögenswerten, die von einer Zentralbank durchgeführt werden. Sie sind das wichtigste Instrument der Geldpolitik.

Sie werden Offenmarktgeschäfte genannt, weil es sich um Geschäfte handelt, die nicht direkt mit dem Emittenten des Wertpapiers, sondern auf Sekundärmärkten für festverzinsliche oder variable Einkünfte durchgeführt werden.

Ziele von Offenmarktgeschäften

Sie haben ganz definierte Ziele:

  • Zinssätze kontrollieren.
  • Verwalten Sie die Marktliquiditätssituation, indem Sie Ressourcen entsprechend den Anforderungen des Systems injizieren oder ablassen
  • Geben Sie die Ausrichtung der Geldpolitik an.

Kategorien von Offenmarktgeschäften

Es gibt viele Kategorien von Offenmarktgeschäften. Zusammenfassend listen wir die vier Kategorien auf, die vom Europäischen System der Zentralbanken (ESZB) festgelegt wurden. Diese Kategorien richten sich nach dem konkreten Zweck, der mit diesem Vorgang verfolgt wird, wobei dieser Zweck jedoch auch die Häufigkeit der Nutzung dieser Vorgänge und das dabei zu befolgende Verfahren bestimmt.

  • Hauptfinanzierungsgeschäfte: Um Liquidität zuzuführen.
  • Längerfristige Finanzierungen: Um Liquidität zuzuführen.
  • Strukturelle Operationen: Beides, um Liquidität zuzuführen oder abzuleiten.
  • Einstellvorgänge: Beides, um Liquidität zuzuführen oder abzuleiten.

Die Liquiditätszufuhr in den Markt entspricht einer expansiven Geldpolitik, während der Liquiditätsabfluss in den Markt einer restriktiven Geldpolitik entspricht.

Instrumente von Offenmarktgeschäften

Die fünf wichtigsten Instrumente zur Durchführung von Operationen sind die folgenden:

  1. Temporäre Operationen: Sie sind im Grunde Repos.
  2. Kauf-Verkauf bei Fälligkeit:Dabei handelt es sich um Geschäfte, bei denen das Eurosystem Käufe (sogenannte quantitative Lockerung) oder einfache Verkäufe von Vermögenswerten auf dem Markt tätigt.
  3. Ausstellung von Schuldscheinen: Die EZB kann Schuldverschreibungen begeben, um die strukturelle Position des Eurosystems gegenüber dem Finanzsektor anzupassen und damit das Marktliquiditätsdefizit zu schaffen oder zu vergrößern.
  4. Währungsswaps: Es handelt sich um gleichzeitige Bar- und Termingeschäfte von Euro gegen Währungen (Währungsswaps).
  5. Erfassung von Festgeldern: Das Eurosystem kann Geschäftspartnern vorschlagen, bei der Zentralbank des Mitgliedstaats, in dem das Institut niedergelassen ist, verzinste Festgelder einzurichten.

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