Zinsdifferenz - Was ist das, Definition und Konzept

Ein Zinsspread ist eine Prämie, die auf einen Referenzindex erhoben wird, um den Zinssatz zu berechnen, der auf einen finanziellen Vermögenswert/eine finanzielle Verbindlichkeit angewendet wird. Zum Beispiel Libor + 1% oder Euribor + 1%.

Beim Kauf oder Verkauf bestimmter Produkte oder Finanzanlagen sind diese mit einem Zinssatz verbunden. Dieser Zinssatz ist Ihre ausdrückliche Rendite. Es wird von der Person empfangen, die es kauft (wenn es sich um einen Vermögenswert handelt) oder es wird dafür bezahlt (wenn es sich um eine Verbindlichkeit handelt). Zu diesem Zinssatz kommt ein bestimmter Prozentsatz hinzu, der von verschiedenen Umständen abhängig ist.

Die Differenz zwischen einem höheren oder niedrigeren Spread wird unter anderem durch das mit dem Kunden verbundene Liquiditäts-, Fälligkeits-, Raten- oder Kreditrisiko bestimmt. Je höher das mit dem Produkt verbundene Risiko bzw. je höher das Ausfallrisiko, desto größer die Zinsdifferenz.

Eine Zinsdifferenz ist demnach vereinfacht verstanden die Differenz zwischen dem Zinssatz des Referenzindex und dem Zinssatz, zu dem das betreffende Produkt gehandelt wird.

Sie wird auch als Zinsdifferenz bezeichnet, der Differenz zwischen den Zinsen, die eine Bank für das Anbieten langfristiger Kredite berechnet, und den Zinsen, die sie für die Aufbewahrung des Geldes ihrer Kunden (normalerweise durch Einlagen) bietet. Diese Differenz ist der Vorteil, den Banken dadurch erzielen, dass sie das Risiko einer Kreditvergabe zu höheren Konditionen übernehmen als sie. Dies liegt daran, dass die angebotenen Einlagen in der Regel kurzfristig sind, während die von ihr gewährten Kredite in der Regel sehr langfristig sind (Hypotheken, Privatkredite usw.).

Die häufigsten Zinsspreads

An den Finanzmärkten gibt es unendlich viele Zinsunterschiede. Die typischsten werden im Folgenden besprochen.

  • Zinsaufschlag bei einer Hypothek: Es ist die Differenz, die die Bank dem Kunden berechnet, wenn er ein Hypothekendarlehen abschließt. Die Bank verwendet je nach Land, in dem sie sich befindet, eine bestimmte Referenz. In Europa wird beispielsweise der 10-jährige Euribor zur Berechnung der Hypothek verwendet.
  • Zinsspread einer Unternehmensanleihe: Es ist der Unterschied, der für eine Unternehmensanleihe eines Unternehmens gilt. Als Referenz wird dabei in der Regel ein risikoloses Asset verwendet. Bei diesem risikofreien Vermögenswert handelt es sich in der Regel um die 10-jährige Staatsanleihe des Emissionslandes.
  • Zinsspread zwischen Währungen: Es ist die Zinsdifferenz zwischen einem Währungspaar. Wenn beispielsweise der kanadische Dollar einen Zinssatz von 2,25% und der mexikanische Peso einen Zinssatz von 7,5% hat, hätten wir eine Differenz von 5,25%.

Beispiel für Zinsspread

Herr Petersplatz ist in Deutschland wohnhaft und geht zur Bank, um ein Hypothekendarlehen zu beantragen. Er braucht 200.000 Euro, um ein Haus zu kaufen. Angenommen, der 10-Jahres-Euribor (die wichtigste Benchmark für die Berechnung von Hypotheken) liegt bei 2 %. Die Bank, zu der Herr Petersplatz geht, beschließt nach Prüfung seiner persönlichen Situation und Analyse des Operationsrisikos einen Zinssatz für das Hypothekendarlehen von 3,5 % anzusetzen.

Die angewandten 3,5 % Zinsen setzen sich aus zwei Komponenten zusammen. 2 % (Geldkosten der Bank) und 1,5 % (Zinsdifferenz). Diese Zinsdifferenz wäre also das, was die Bank für den an Herrn Petersplatz ausgeliehenen Betrag erwirtschaften würde.

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